Wirtschaften in Gemeinschaft

Im Unterschied zur konsumorientierten Wirtschaft, die auf einer “Kultur des Habens” basiert, ist die Wirtschaft in Gemeinschaft eines Wirtschaft des Gebens. Das oberste Ziel dieser Wirtschaft besteht in einer Gemeinschaft unter Menschen und Völkern, in der niemand Not leidet. Die Unternehmen der Wirtschaft in Gemeinschaft sind gewinnorientiert, jedoch bleibt der Profit nicht Selbstzweck, sondern wird im Sinne des Projektziels für drei Anliegen verwendet:

  • Linderung der Armut
  • Verbreitung der Kultur des Gebens
  • Nachhaltige Weiterentwicklung der Unternehmen zur Sicherung und zum Ausbau von Arbeitsplätzen

Ziel: Konsequent nach dem Evangelium leben auch im Führen eines Unternehmens.

Die zwischenmenschlichen Beziehungen in der Wirtschaft in Gemeinschaft sind von einer Art des Gebens bestimmt, die durch Freiheit, Absichtslosigkeit und Freude charakterisiert ist. Durch dieses Geben werden in der Wirtschaft in Gemeinschaft die Bedürftigen gleichwertige Partner der Unternehmen. Die Beziehungen zu Lieferanten, Kunden, Mitarbeiter und anderen Kontaktgruppen erneuern sich durch die innerbetriebliche Gemeinschaft.

Das Grundprinzip heißt “Teilen”: materielles und geistliches Teilen und Talente teilen…..

Das Prinzip funktioniert durch “Solidarkapital”. Durch das Solidarkapital stiftet Geld wieder Gemeinschaft unter den Menschen. Methodisch wurde der Lebensstil der Einheit von Familien auf Unternehmen übertragen. Einheit ist immer der Ort von Begegnungen (wenn Jesus Christus die Mitte darstellt). Also nur neue Menschen können solch ein neues Millieu (Zelle der Einheit) bilden, weil sonst die Macht des Geldes alles regiert. In diesem Sinne ist Jesus der “Eigentümer”. Jedes Unternehmen mit dieser Betriebskultur verpflichtet sich, anderen Unternehmen zu helfen, die mit derselben geistlich/kulturellen Basis arbeiten wollen.

Der Umgang mit Gewinnen: Zuerst wird geprüft, was zum Ausbau und zur Entwicklung des eigenen Unternehmens nötig ist und stellen dann – nach freier und unabhängiger Entscheidung – einen Teil des Gewinnes zur Linderung von Armut zur Verfügung. Einen anderen Teil investieren sie in Strukturen, die zur Förderung dieser “Kultiur des Gebens” dienen (Schulungszentren, Infrastruktur etc.).

Kommentar schreiben